Das Büro macht einen kreativen Wachstumsschub durch

WeWork Vertriebsteams erklären, was Unternehmen jetzt brauchen – und welche kreativen Wege sie einschlagen, um es zu bekommen

WeWork Javier Prado Este 476 in Lima, Peru. Foto von WeWork

Für zahlreiche Unternehmen, die sich auf die Rückkehr ins Büro vorbereiten, sieht das, was sie in diesen Bereichen wollen und brauchen, etwas anders aus als in der Vergangenheit. Viele Unternehmen suchen nach flexiblen Mietbedingungen, leicht skalierbaren Büroräumen und einem Design, das ihre Beschäftigten anspricht und bindet. Deshalb wenden sie sich an WeWork, um die Art von hybriden Hub-and-Spoke-Lösungen zu nutzen, für die WeWork bekannt ist. 

Laut den Mitgliedern der WeWork Vertriebsteams in den USA und Großbritannien suchen viele der Unternehmen, mit denen sie sprechen und zusammenarbeiten, auch nach stärkerer Beratung und Kreativität bezüglich ihrer Rückkehr ins Büro. Für einige geht es darum, sich noch stärker auf WeWork All Access zu stützen – ein Angebot, das es ihren Beschäftigten ermöglicht, sich das Büro auszusuchen, in dem sie am komfortabelsten arbeiten können. Für andere geht es um individuell gestaltbare Räume, um das Büroleben optimal zu nutzen – etwa die Zufallsbegegnungen am Wasserspender und die zwanglose Zusammenarbeit zu optimieren, die ihnen im Homeoffice gefehlt haben.

Wir haben mit vier Mitgliedern des WeWork Vertriebsteams gesprochen, um zu erfahren, wie neue Büroanforderungen zu kreativen Lösungen führen.

Sie haben mit vielen Unternehmen und Kunden gesprochen. Was sind deren Sorgen und Bedürfnisse, wenn sie sich auf die Rückkehr ins Büro vorbereiten?

Kali Cardoza, Portfolio Sales Director, Chicago: Wir hatten das Gefühl, dass die Unternehmen viel mehr Beratung brauchten, wenn sie zu uns kamen und sagten: „Wir haben keine Ahnung, wie wir die Leute auf sichere Art und Weise wieder in diese Räume zurückbekommen. Können Sie uns sagen, was andere Unternehmen tun und wie sie die Räume einrichten und gestalten wollen?“ Wir haben diese Idee mit dem Collaboration Hub umgesetzt, für eine ganz andere Belegungsdichte im Büro gesorgt und über Sicherheitsvorkehrungen nachgedacht sowie darüber, was ein Team brauchen könnte, wenn es kommt, und wie oft. Ich erzähle oft, dass andere Kunden über ihre Rückkehr nachdenken, denn die Unternehmen wenden sich wirklich an uns, damit wir Raumstandards so durchdenken, wie sie zuvor nicht getan haben.

Blaze Silberman,  Director of Enterprise Accounts im WeWork Salesforce Tower in San Francisco. Fotos mit freundlicher Genehmigung der abgebildeten Personen.

Blaze Silberman, Director Enterprise Accounts, San Francisco: Alle stehen sozusagen am Pool, aber sie fangen gerade erst an, ihre Zehen ins Wasser zu stecken. Niemand springt rein. Es gibt Druck von Seiten der Führungskräfte, die Leute ins Büro zu bekommen; es gibt Druck von Seiten einiger Angestellter, die irgendwohin zur Arbeit gehen wollen, aber niemand wünscht sich die alten Verhältnisse zurück. Das ist der Punkt, an dem unsere Gespräche jetzt stattfinden: Der Ansprechpartner für Immobilien steht genau zwischen den Beschäftigten und den Führungskräften. Die Unternehmenslenker kommen jetzt zu uns, weil sie sich Flexibilität wünschen. Und zu guter Letzt wünschen sich die Menschen heute mehr denn je coolere Räume. Alle arbeiten im Homeoffice, aber sie wünschen sich diesen Ort, der wirklich cool ist und wo es Kaffee, Kombucha und eine Dachterrasse gibt. Ich denke, das ist wichtiger als je zuvor.

Können Sie ein paar Beispiele von Kundenlösungen nennen, an denen Sie arbeiten, und von Strategien, die Sie entwickeln? 

Silberman: Für eines der Fintech-Unternehmen, mit dem wir zusammenarbeiten, bedeutet „Remote-First“ auch, dass es allen Beschäftigten immer Zugang zu einem Büro geben möchte. Trotzdem will man dort auch ergründen, wie die Leute zusammenarbeiten können, ohne im Büro zu sein. Also haben wir eine hybride Multi-Spoke-Strategie entwickelt. Wir arbeiten an fünf bis 10 kleineren Büros, für die wir Hubs zu Zusammenarbeit einrichten werden. Wir geben Hunderte von WeWork All Access-Pässen aus; im Wesentlichen entwickeln wir also eine Strategie, bei der alle Beschäftigten weltweit Zugang zu Hunderten von WeWork Standorten haben. Und wenn die Firma einen speziellen Raum für die Zusammenarbeit braucht, hat sie einen.

Andre Nunes Pedro, Portfolio Director, London: Ein bekanntes Sportteam hatte in London einen Mietvertrag über 560 Quadratmeter, der gerade ablief, und es bereitete ihm ziemliche Schwierigkeiten, Talente in seiner jungen Belegschaft zu gewinnen und zu halten. Es zog schließlich zu WeWork um, weil ihm das [Design und] die Atmosphäre des Gebäudes gefielen, und wir konnten sicherstellen, dass die Beschäftigten zufrieden sind und langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden wir auch ein Tauschgeschäft eingehen; wir wollen Geld für Werbung mit diesem Kunden investieren und ein globaler Partner [des Teams] mit Eintrittskarten und Co-Branding-Marketing werden. Das ist ein Beispiel für einen Deal, der über Büroräume hinausging; es war eine Win-Win-Situation.

Eric Benvenuti, leitender Portfolio-Direktor, Boston: Für ein Beratungsunternehmen haben wir einen Vertrag geschlossen, bei dem es 2.300 Quadratmeter von Montag bis Donnerstag gebucht hat. Wir haben ihm dann genug Konferenz-Raum-Kontingente gegeben, damit es alle Konferenzräume im darunterliegenden Geschoss buchen konnte, wenn alle Berater*innen freitags zurückkamen, sodass über 3.700 Quadratmeter verfügbar waren, um den Zustrom am Freitag unterzubringen. Wir haben also die Möglichkeit, ein ganzes Portfolio wirklich kreativ zu gestalten, denn wir sind nicht nur Vermieter in einem Gebäude.

Was sind aktuell die besonderen Merkmale Ihrer Region bezüglich der Art und Weise, wie Unternehmen wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren, und ihrer entsprechenden Anforderungen? 

Benvenuti: In Boston ist es üblich, einen Mietvertrag für mehr als fünf Jahre abzuschließen; kein traditioneller Vermieter wird Ihnen einen Raum für nur ein Jahr überlassen. Viele dieser Gruppen kommen zu uns und sagen: „Ich möchte einen Neun-Monats-Vertrag“ oder „Ich möchte einen 15-Monats-Vertrag“. Das ist etwas strategischer gedacht, als einen Untermietvertrag abzuschließen, bei dem es eher heißt: „Das ist ein Zwei-Jahres-Untermietvertrag, akzeptiere ihn oder lass es bleiben.“ Wir können flexibler auf die spezifischen Bedürfnisse des Kunden eingehen und auch diverse Anpassungen vornehmen – was bei einem Untermietvertrag nicht möglich ist.

Kali Cardoza, Portfolio Sales Director bei  WeWork 220 N Green St  in Chicago.

Silberman: Wir befinden uns an einem Brennpunkt [veränderter Pandemiebedingungen], daher ist Flexibilität der Schlüssel zu all dem, und wir testen neue Märkte. An der Westküste sagen viele Unternehmen: „Wir gehen jetzt nicht ins Büro, wir sind noch nicht sicher, was wir tun sollen. Wir gehen die Sache einfach langsam an.“

Cardoza: Der Mittlere Westen ist traditionell eher ein Coworking-Markt – im Gegensatz zu anderen Märkten, in denen Büros von Großunternehmen angesiedelt sind. Es war interessant, denn ich denke, dass einige der zweit- und drittrangigen Märkte – wie Minneapolis, Detroit und Columbus – etwas früher zum Bürobetrieb zurückgekehrt sind als Chicago. Das liegt zum Teil daran, dass viele Menschen versuchen, aus ihren Häusern herauszukommen, und einen Platz zum Arbeiten brauchen. Wir sehen jetzt aber auch, wie Nutzer*innen in Großunternehmen in die Märkte des Mittleren Westens eintreten. Zum Beispiel haben wir gerade ein großes Beratungsunternehmen in Detroit unter Vertrag genommen, das eine ganze Etage belegt.

Viele Unternehmen entscheiden sich heute für das Hybridmodell. Wie oft erleben Sie das bei Ihren eigenen Abschlüssen? Warum ist das ein attraktives Modell?

Cardoza: Wir erleben immer mehr Anforderungen von dieser Art: „Wir werden nicht verlangen, dass ein Team vollständig ins Büro zurückkehrt, aber es gibt einige Leute, die jeden Tag kommen wollen, es gibt einige Leute, die zwei- oder dreimal pro Woche kommen wollen, und es gibt einige Meetings und einige Teams, die ein gewisses Maß an Zusammenarbeit erfordern, daher möchten wir in der Lage sein, für ein paar Stunden pro Woche zu kommen und gemeinsam zu arbeiten.“ Das ist ein Anwendungsfall, den wir unseren Kunden in der Vergangenheit schon immer bieten wollten – aber jetzt wird er wirklich Realität.

 Andre Nunes Pedro, Portfolio Director bei  WeWork 30 Churchill Place  in London.

Silberman: Ein Element, das ich für erwähnenswert halte, ist eher taktischer Natur – nämlich wie diese Unternehmen über ihre Budgets nachdenken. In einem Fall führt [ein Unternehmen] eine sehr große Umstellung durch: 77.000 Beschäftigte gehen fünf Tage pro Woche ins Büro, dann zu 100 % ins Homeoffice und jetzt, ab September, drei Tage ins Büro und zwei Tage ins Homeoffice. Mit WeWork kann es jetzt Geld von dem 15-Jahres-Mietvertrag für 100.000 Quadratmeter abziehen, einen Zwei-Jahres-Vertrag abschließen und sich von Dingen wie Gebäudeverbesserungen freimachen. 

Sie wollen dieses Budget nicht verlieren. Stattdessen denken sie: „Wir werden uns einfach mehr um die Beschäftigten und ihre Arbeitserfahrung kümmern als um die Räume selbst.“ Wir stellen dafür eine großartige Zwischenlösung dar, denn wir eignen uns definitiv hervorragend für Coworking, aber jeder Unternehmenskunde, den wir haben, passt seine Räume bei uns individuell an.

Pedro: Ich glaube, dass jeder versucht, ein bisschen Unsicherheit aufzulösen. Letztlich ist es [unsere Aufgabe], so flexibel und entgegenkommend wie möglich zu sein und dabei eine Reihe von Optionen im Auge zu behalten, denn Tatsache ist doch: Niemand weiß, was wirklich vor sich geht. Alle reden von Collaboration Hubs, Reduzierung der Belegungsdichte, Erhöhung der Belegungsdichte, mehr Platz, weniger Platz. Wir sehen einen starken Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, Übertragbarkeit und Portabilität. Und wir sind dazu da, dieses Immobilienportfolio für die Mitglieder in ein flexibles zu verwandeln. Das können wir besser als jeder andere.

Anna Dimond ist Autorin, Redakteurin und Content-Produzentin mit Sitz in Los Angeles und Cape Cod, MA. Sie deckt unter anderem die Bereiche Outdoor, Kultur, Wirtschaft und Politik für The Washington Post, ESPN und Red Bull ab.

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